Consol Theater, Gelsenkirchen
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Wohnst du noch oder campst du schon?
Auf Camp 1 baut Observatorium zwischen Wagenburg, Sperrmüll-Skyline und Zeltbühne eine eigene kleine Stadt. Platz zum Schlafen, Essen, Feiern und Machen.
Die Künstlergruppe Observatorium kommt aus den Niederlanden und besitzt viel Erfahrung darin, ungewöhnliche Dinge zu bauen. Mit ihren oftmals haushohen Installationen aus Stahl, Holz und anderen Materialien setzen sie Tagträume und gesellschaftliche Streitpunkte in Bauwerke um und platzieren sie in Stadte hinein z.B. in städtische Parkanlagen, in Neubau- und Industriegebiete. Schon allein durch ihre unglaubliche Größe nehmen ihre Installtionen Einfluss auf Menschen und Räume, die sie umgeben.
Camp1 findet vom 7. bis 15. August 2009 auf dem kultur.gebiet Consol in Gelsenkirchen statt. 9 Tage lang Sommer, Sonne, Aktion & Konzerte, Lectures, Filme & Theaterperformances.
Freitag, 14 August
17. 00 Uhr
Workshop-Präsentationen und Abschlussparty
Zum Abschluss des Camps zeigen alle Jugendlichen zusammen mit ihren Workshops, was sie in der Woche erarbeitet haben. Von Parkours über Tanz und Rap-einlagen wird es einiges zum Staunen geben! Im Anschluss feiern Camp-Teilnehmer und Gäste bis in die Nacht hinein! Herzlich Willkommen!
Observatorium freute sich sehr über den Auftrag ein Jugendcamp zu gestalten, wo man auf einer Brache einen Raum für sich hat, viel Platz für Workshops ist und man schlafen und kochen kann. Wie helfen wir, mit unserer Idee, junge Leute zu motivieren, eine Woche lang zusammen zu leben, zu lernen und zu spielen? Wie schaffen wir ein Raum für Freiheit und Zusammengehörigkeit?
Die Idee mit LKW's eine Wagenburg zu bauen fiel uns noch während der Besprechung mit dem Consol Theater ein. Das schien sofort allen Bedingungen und Wünschen gerecht zu werden. Und in Zeiten von Krise, könnten LKW's billiger als sonst sein. Die Idee der LKW-burg wurde herzlich begrüsst und 'Consul' Georg Kentrup organisierte tatkräftig die Realisierung.
Eine LKWburg aufzubauen ist ein Freude, im Nu grenzt man mit 16 Anhängern riesigen Flächen ab und kreiert man eine Welt für sich. Die Möglichkeiten wurden danach voll ausgeschöpft. In den LKW's wurden gearbeitet, geschlafen und diskutiert. Die Vorhängen waren mal zu mal offen, je nach dem. Bei der Endpräsentation wurden aus LKW's eine Kasse, ein Restaurant, ein Ausstellungsraum, ein Kino, usw.
Der Innenraum war nicht so klein dass eine Intimsphäre entstand, aber auch nicht so gross das man sich verloren fühlte. Mal schien es etwas zu geräumig, aber ein anderes Mal verschaffte es genau die richtige Raumgrösse. Ausserdem konnte man verschiedene Bereiche kreieren; mit Hilfe einer Ansammlung Altmöbel wurde immer wieder Ordnung geschaffen, indem man mit einer Linie den Raum zweiteilte in einem ruhigen Zeltbereich und einem unruhigen Arbeitsbereich. Die Jugendlichen fühlten sich wohl, waren unternehmerisch und zeigten am Ende gerne das Gelernte und ihr Talent. Observatorium war auch froh. Es war komischer, surrealer und ästhetischer als geglaubt und dennoch praktisch und produktiv.

